Ich meine, Dialoge wie den Folgenden kennen wir doch alle, sind wir mal ehrlich:
| DAU: | "Boah... Mein Rechner geht schon wieder nicht... kannst Du mir mal helfen?" |
| Du: | "Klar... was geht denn nicht?" |
| DAU: | "Boah... Nix mehr... alles tot!" |
| Du: | "Was hast Du denn zuletzt gemacht?" |
| DAU: | "Nix!" |
| Du: | "...!" |
Tagtägliches Geschehen. Und man tappt ja immer wieder in die Falle... Um genau dieses In-die-Falle-Tappen in Zukunft auszuschliessen, braucht man ein Klassifizierungs-Verfahren - möglichst einfach und genau, damit man den jeweiligen DAU schnell einstufen kann - und dazu noch einige kleine Regeln für den täglichen Umgang ;)
Dau-Typen
| Prinzipiell kann man - wie die Grafik zeigt - DAUs in 5 Gruppen einteilen. Das beachtliche an dieser Einteilung ist eigentlich die Gefährdungsstufe, die nicht proportional zur Wissensstufe abnimmt - eigentlich einer der zentralsten Punkte, die man als DAU-Analyst wissen muss! Beginnen wir mit unseren Betrachtungen am unteren Ende. Einsteiger und NixwisserDie "Einsteiger und Nixwisser" sind sicherlich eine der Gruppen mit erhöhtem Gefahrenpotenzial, jedoch meist lernwillig. Meistens! Leider gibts auch die Untergruppe "kenn ich nicht, brauch ich nie wieder, mach Du mal". Leider ist dieser DAU-Typ nur schwer zu erkennen und daher anfäglich schwierig zu klassifzieren - Angehörige dieser Art werden aber ewig auf der selben Stelle treten und sind dann leicht zu identifizieren, weil man selbst ja ein gutes Gedächtnis hat und sich die Leute merken kann...Fortgeschrittene und Standard-AnwenderDiese Gruppe ist eine von denen, die einfacher zu handhaben sind... Obwohl es gerade hier zu den oben genannten Dialogen kommen kann ("Ich hab nix gemacht..."), hören die Angehörigen dieser Gattung auch mal zu, wenn man Ihnen etwas erklärt. Sie sind meist lernwillig und kommen mit ihren Standard-Anwendungen klar.Die zehn Prozent mit dem "Gefährlichen Halbwissen"Hier kommt es nun zum eklatanten Bruch mit der Linearität - die ambitionierteren unter den Standard-Anwendern rutschen irgendwann mal in diese Gruppe weiter. Leider finden sich hier genau die Leute, die zwar Fragen, wenn sie ein Problem haben, dummerweise aber immer alles besser wissen und nicht zuhören. Zudem schrauben sie unkoordiniert an der Registry rum, ohne wirkich zu wissen, was dabei passiert, pfuschen in Systemverzeichnissen rum und zimmern ohne Hirn ihr Netzwerk zu Hause zusammen, ohne nur einmal über Begriffe wie "TCP", "Hub", "IP-Adresse" oder ähnliches nachgedacht zu haben.Eine gefährliche Kombination. Die in Dialogen mit Angehörigen dieser Gruppe am meisten verwendeten Worte sind in der Regel "trotzdem", "aber ich hab doch", "so ein quatsch" oder "warum frag ich Dich eigentlich, Du hast doch sowieso keine Ahnung". Nun denn - nach spätestens einer Diskussion dieser Art sollte man sich merken "ok, mit dem/der nie wieder" - schliesslich sind wir selbst ja lernfähig. Freaks und GurusDie beiden Gruppen kann man eigentlich kaum trennen - die Freaks sind eben diejenigen, die oft den absoluten Durchblick haben, und vor allem Wissen, wo Ihre Grenzen liegen. Sind diese Grenzen mal erkannt, sind sie oft genauso schnell wieder weg - denn der Freak sagt nicht "ok, kann ich nicht", sondern "will ich aber wissen, wie das das geht" und informiert sich meist selbsttätig im Netz und in Büchern - und fragt nur dann nach, wenn er absolut nicht mehr weiterkommt. Dass der Freak sich schon umgeguckt hat, erkennt man in der Regel an einer halbwegs intelligenten Fragestellung.Der Übergang zur Gruppe der Gurus ist dann meist fliessend - denn die Gurus sind die, die von allen angebetet werden, weil sie den totalen Durchblick haben (eine Frage des eigenen Standpunkts/Wissens!). Der Guru an und für sich weiss aber wiederum, dass er gar nicht alles wissen kann - und stuft somit schon wieder selber als Freak ein. Ergo: Gurus gibts nur virtuell ;) Nebenbei bemerkt: wenn einer, der von Dir als "Freak" eingestuft wurde, von sich behauptet, er wäre ein Guru - dann qualifiziert er sich selber für die Gruppe mit dem gefährlichen Halbwissen! :> |



